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Der BeginnOdin, wählte sich uns im Alter von ca. 10 Wochen (seiner Mutter schien das genaue Geburtsdatum nicht weiter wichtig zu sein) im September 1996 als Dosenöffner aus. Wir hatten null Ahnung von Katzen, aber er zeigte uns schon bald, wo es lang ging. Allerdings hatte er ein nicht allzu leichtes Los gezogen, denn in unserer Höhle residierte Knuddelbacke Billy, ein zum damaligen Zeitpunkt reichlich ein Jahr alter fast Deutscher Schäferhund, dessen Großvater möglicherweise mal ein Bär gewesen sein muss, denn kein Mensch konnte bisher feststellen, woher er seine Färbung, seinen dicken Schädel, seine Schlappohren und den kurzen Fang hat, was doch einigermaßen schäferhunduntypisch ist. Sein Vater Harass lebt bei einer Gastwirtschaft, ist dunkelbraun und ansonsten ein typischer Schäferhund mit dem stolzen Gewicht von 60 kg; Billys Mutter war eine Schäferhündin von der innerdeutschen Grenze, die nach der Wende im Alter von einem Jahr eingeschläfert werden sollte, aber doch noch eine schützende Hand gefunden hat. Wir haben sie nie gesehen, weil Billy die letzten Wochen, bevor er zu uns geholt wurde, bei seinem Vater lebte, der ihn beschützte und von dem er viel gelernt hat. GeduldDieser Billy nun war natürlich sehr interessiert an dem neuen Fellknäuel, das damals noch große Angst vor dem sanften Riesen hatte. Es brauchte ein viertel Jahr, bis sich die beiden durch die unendliche Geduld von Billy, der stundenlang vor dem Wohnzimmerschrank liegen und warten konnte, unter dem sich Odin verkrochen hatte, endlich näher kamen. Mal stupste Billy den Ball zu Odin, in der Hoffnung, der würde ihn wieder unter dem Schrank hervor kullern, mal seufzte er tief über soviel Angst. Im Freien sah es so aus, dass sie sich aus dem Weg gingen oder, wenn sie sich unerwartet trafen, Odin auf einen Baum flüchtete, unter dem Billy ausharrte bis wir den kleinen schwarzen Kobold erlösen konnten. Fest des FriedensEs war an einem Weihnachtsfeiertag, als wir mit unserer Familie am Kaffeetisch saßen und zur Verandatür hinaus sahen - und unseren Augen nicht trauten: Zwei Köpfe, vier Ohren und friedlich nebeneinander! Da saßen sie nun, Billy und Odin, als hätte es nie etwas anderes gegeben. Wer ist OdinOdin ist nicht kastriert, nicht geimpft (ja, ja, aber keiner konnte uns sagen, was wirklich Sinn macht) und Freigänger. Er macht selten Unsinn (okay, okay, er saß mal im Vogelhaus) und ist von dem Wunsch beseelt, ein Hund zu werden. Er wiegt vier Kilogramm und hat schwarzes Fell mit einem weißen Latz, weißen Pfoten und einem weißen Gesicht mit einem frechen schwarzen Klecks an der Unterlippe. KrankheitenOdin hatte sich mal den Fuß verstaucht oder sich etwas
eingetreten, hat Katzenschnupfen und Bandwurm dank unseres Tierarztes und
unseres Homöopathen gut überstanden und schleppt nun eine Bauchfellentzündung
(FIP) mit sich herum, die nach letzten Informationen unseres Tierarztes, den
vielen Hinweisen aus den NewsGroups de.rec.tiere.katzen
und de.alt.naturheilkunde und über private
mail an mich wohl nicht heilbar ist. Eine Schutzimpfung dagegen ist auch
umstritten und bringt nun eh nichts mehr. Der Einzige, der jetzt noch helfen
kann und dies auch tut ist unser Homöopath gepaart mit dem Willen Odins, der
jetzt noch nicht bereit ist, seinen Schritt in Richtung Regenbogenbrücke
(Danke, Christel) zu lenken. Vielleicht holt er sich auch seine Kraft aus den
Träumen von der großen
weißen Katze wie sie 'King Kalle' (Dank an den Schreiberling des Königs,
Bruno Leidig) schon beschreibt. Einem Tipp, der per e-mail eintraf folgend, sollte am Montag eine Therapie beginnen, die uns wieder Hoffnung gab. Meine Frau und ich hatten uns schon abgesprochen, den Urlaub (für den wir reif sind) so einzurichten, dass ich sie und Polly nur auf den Campingplatz bringe und selbst mit Billy zu Hause die Pflege von Odin übernehme und nur ab und zu mal selbst am Urlaubsort vorbeischaue. Aber, Ihr habt es auf der HomePage
schon gelesen, Am Sonnabend Abend lagen all unsere Vierbeiner (Billy, Polly und Odin) im Wohnzimmer und wie mir erst heute klar wurde: sie nahmen Abschied voneinander. Sie wissen offensichtlich eher als wir Menschen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, Abschied zu nehmen. Bevor wir uns alle schlafen legten, saß Odin noch mal vor der Verandatür, er wollte hinaus. Ich hatte Angst, dass er sich verkriechen würde und legte ihn zurück auf sein Lager, um ihm eine gute Nacht zu wünschen. Am Sonntag morgen gab mir Odin zu verstehen, dass ich doch aufhören solle, seine Temperatur zu messen. Also ließ ich es, ich wusste ohnehin, dass er seit kurzem Untertemperatur hatte und seine kalten Ohren sagten mir, dass sich das nicht geändert hatte. Er drängte nach draußen und ich ließ ihn; am Tage konnte ich ihn ja beobachten. Er fraß Gras und erbrach sich. Sicher wollt er das schon am Abend zuvor als er vor der Tür saß. Er hatte inzwischen Durchfall bekommen und brachte (von dem ohnehin wenig Gegessenen) das, was er nicht erbrochen hatte auf diesem Wege wieder heraus. Nachmittags lag er in der geöffneten Wohnungstür und ich fühlte, dass er noch mal an die frische Luft wollte; so hob ich ihn auf einen seiner Lieblingsplätze, auf die Bank vor unserem Haus und widmete mich der Gartenarbeit. Plötzlich sah ich im Augenwinkel etwas huschen - es war Odin, der sich mit einem Riesensatz und blitzschnell auf eine drei Meter entfernte Maus stürzte, sie packte und unter unser Eingangspodest verschleppte um sie dort zu fressen! Die beiden Hunde sahen genauso verdattert zu wie ich. Jetzt wissen wir, dass er sich noch einmal diesen Wunsch erfüllen wollte bevor er ging. Am Abend dann mussten wir ihn nach erneutem Durchfall abputzen, weil er das nicht mehr selbst brachte. Spätestens jetzt wussten auch wir Menschen (oder gestanden es uns endlich ein), dass es Zeit war. Heute morgen (24. August) lag Odin mit seiner Decke auf
dem Boden. Er hatte versucht, das Katzenklo zu erreichen, aber es ging nicht
mehr. Ich nahm ihn auf und er beklagte sich das erste Mal während seiner Wochen
dauernden Krankheit. Er wollte sich auf den Weg machen. Wir riefen den Tierarzt,
um ihn wenigstens bei seinem letzten Schritt zu unterstützen, wenn wir schon so
nichts hatten für ihn tun können. Aber Notgeburt, Operation und was weiß ich
noch, was alles bei den Ärzten anlag, verhinderte auch dies. Der eine, der sich
auf den Weg machte brauchte so lange, dass ich ihn
wieder absagen konnte noch bevor er auch nur in die Nähe unseres Hauses kam. An
Transport war für Odin nicht mehr zu denken. Ich hatte nie geglaubt, dass
es einmal so schnell gehen würde. Wir werden unseren tapferen Odin nie vergessen! Heute Abend werden wir ihn in seinem und unserem Garten begraben. Meine Frau Geli und ich, Hardy bedanken uns ganz herzlich für
Eure Hilfe und Euren Trost. Besonderer Dank an unseren Tierarzt, unseren Homöopathen, Frau
Kühn, Frau Kondritz, Kirstin Zoller und
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